Micro Needling
Was ist das?
Micro-Needling (auch Kollageninduktionstherapie genannt) ist ein kosmetisches Verfahren, bei dem mit feinen Nadeln kontrollierte Mikroverletzungen in der Haut erzeugt werden, um körpereigene Reparaturprozesse anzustoßen; dadurch sollen Kollagen- und Elastinproduktion gefördert und Hautstruktur, Narben, feine Linien sowie unregelmäßiger Teint verbessert werden. Die Behandlung wird in der Regel mit unterschiedlichen Nadellängen und Geräten durchgeführt, erfordert eine angemessene Nachsorge (z. B. Schutz vor Sonne) und kann vorübergehende Rötung oder Reizung verursachen.
Hauteinsatzgebiete
Microneedling ist ein schonendes medizinisch-ästhetisches Verfahren, das durch kontrollierte Mikroverletzungen die körpereigene Kollagen- und Elastinproduktion anregt und dadurch
zur Faltenreduktion, Narbenkorrektur, Porenverfeinerung und Minderung von Pigmentstörungen beitragen kann.
Besonders feinere und tiefere Falten wirken geglättet, eingesunkene oder atrophe Narben werden über mehrere Sitzungen aufgepolstert und gleichmäßiger,
große Poren erscheinen kleiner und das Hautbild insgesamt verfeinert.
Pigmentstörungen wie sonnengeschädigte oder postinflammatorische Hyperpigmentierungen profitieren von einem erhöhten Zellumsatz und einer verbesserten Wirkstoffaufnahme, sodass sich das Hautbild schrittweise ausgleichen kann.
Die Ergebnisse sind abhängig von Hauttyp, Ursache und Anzahl der Behandlungen; daher sind fachkundige Beratung, professionelles Arbeiten und eine konsequente Nachsorge (insbesondere Sonnenschutz und geeignete Hautpflege) wichtig, um bestmögliche und sichere Resultate zu erzielen.
Ablauf und Technik
Bei der Anwendung eines elektrischen Dermapens mit Needling-Eindringtiefen von 0,25–1,5 mm sind gründliche Reinigung und Desinfektion von Haut und Gerät sowie eine kontrollierte Wirkstoffeinschleusung entscheidend.
Diese Tiefenbereiche durchdringen überwiegend die Epidermis bis in die obere Dermis und können die Aufnahme von Seren und anderen kosmetischen Wirkstoffen verbessern, erhöhen aber zugleich das Risiko für Infektionen, Irritationen und Narbenbildung; deshalb sind konsequente Hygienemaßnahmen (z. B. sterile Einmalspitzen, sachgerechte Aufbereitung des Geräts) und die Auswahl hautverträglicher Präparate unerlässlich.
Behandlungen werden unter Berücksichtigung des Hautzustands, geeigneter Indikationen und aktueller Hygiene- und Sicherheitsstandards durchgeführt, um Nebenwirkungen zu minimieren.
Kontraindikationen
Nach der Behandlung können Rötungen und leichte Schwellungen auftreten, die in der Regel nach 24–48 Stunden abklingen;
als Kontraindikationen gelten aktives, entzündliches Hautbild (kein Needling bei aktiver Akne),
entzündliche Hautkrankheiten,
frische Wunden sowie die
Einnahme von Blutverdünnern —
zudem ist strikter Sonnenschutz nach der Behandlung unbedingt einzuhalten.